Ich züchte seit heute Mimosen. Tagebuch und Bilder gibts hier.
Wie lange wollen wir noch so weitermachen wie bisher? Weshalb fällt es uns so schwer, unser Leben zu verändern? Gibt es denn keine günstigeren Formen des Zusammenlebens? Wovor haben wir Angst und weshalb machen wir uns gegenseitig immer wieder Angst? Was hält uns zurück, was hindert uns daran, einander auf eine andere Weise zu begegnen? Was für eine Lebenswelt und was für eine Art des Zusammenlebens wünschen wir uns? Und weshalb gestalten wir unsere Lebenswelt und unser Zusammenleben nicht so, wie wir uns das wünschen? Haben wir den Mut verloren, dass es geht? Was ist aus unseren Träumen geworden? Wer hat sie uns geraubt? Können wir uns nicht einfach ab sofort auf den Weg machen und versuchen, gemeinsam mit anderen statt wie bisher auf Kosten anderer über uns hinauszuwachsen?
Warum wollen wir aus uns oder aus anderen ständig etwas machen? Und weshalb ausgerechnet das und nicht etwas anderes? Was leben wir unseren Kindern vor? Wofür sind wir ihnen Vorbild? Was brauchen sie, was erwarten sie von uns? Wovon hätten wir im Leben selbst etwas mehr gebraucht, um es heute an andere Menschen verschenken zu können?
von Radical Face
Warum können wir unsere Vorstellungen, worauf es im Leben ankommt, einander nicht einfach nur erzählen, ohne andere auch gleich dazu überreden zu wollen, sich unseren Ideen anzuschließen und womöglich gar dafür zu kämpfen, dass sie Wirklichkeit werden? Weshalb müssen wir uns mit unseren eigenen Ideen immer wieder so sehr identifizieren, dass sie unser gesamtes Denken, Fühlen und Handeln bestimmen? Weshalb versuchen wir auch noch als Erwachsene so zu leben, wie andere das von uns erwarten? Wie lange wird es noch dauern, bis wir endlich uns selbst und jeden anderen in seiner Einzigartigkeit zu sehen und anzuerkennen imstande sind? Wie lange wollen wir noch als Anhänger irgendwelcher Vorstellungen und als Verfechter irgendwelcher Ideen herumlaufen, die sich andere Leute ausgedacht haben?
Wenn es nicht ein großer Schöpfergeist war oder allmächtige genetische Programme, wer war es dann? Unsere Eltern? Unsere Lehrer und Erzieher? Oder irgendwelche anderen Vorbilder? Haben sie uns gezwungen, so zu werden wie sie? Oder waren wir es selbst? Haben wir uns freiwillig so verhalten, wie es andere von uns verlangt haben? Wem sind wir gefolgt und wem nicht? Und aus welchem Grund? Was passiert eigentlich mit uns und in unserem Gehirn, wenn wir anderen nacheifern, die in unseren Augen besonders erfolgreich und deshalb nachahmenswert sind?
Wie sollen wir erahnen, was aus uns werden könnte, solange wir noch gar nicht wissen, was wir sind? Sind wir wirklich die Krone der Schöpfung oder doch eher nackte Affen? Was ist das Besondere an uns? Woher kommen unsere Vorstellungen und Ideen davon, was wir sind?
Was meinen wir eigentlich, wenn wir „Wir“ sagen? Und warum gehören zu diesem „Wir“ manche dazu und andere nicht? Was zeichnet diejenigen aus, denen wir uns zugehörig fühlen? Was verbindet uns mit ihnen? Was trennt uns von den anderen? Könnte sich das auch verändern? Und wenn ja, wie? Und könnten es vielleicht auch immer mehr andere Menschen werden, die wir meinen, wenn wir „Wir“ sagen?
Eine wirklich schöne Idee. Das Theater von ‚Germany’s next Topmodel‘ als Buch.
Das ist der Tag, von dem ihr noch euern Enkelkindern erzählen werdet
Wenn man zwei David Bowies nähme und den einen David Bowie oben auf den anderen David Bowie steckte, dann einen weiteren David Bowie am Ende jedes der beiden Arme des oberen der ersten beiden David Bowies befestigte und das Ganze in einen schmutzigen Bademantel wickelte, dann hätte man etwas, das nicht exakt wie John Watson aussähe, das aber die, die ihn kennen, unheimlich ähnlich finden würden.
Er war ellenlang und spindeldürr.
Wenn er auf seinem Klappstuhl saß und auf den Pazifik blickte, nicht länger mit so was wie heftigem Argwohn, sondern eher mit einer friedlichen tiefen Niedergeschlagenheit, war es ein bißchen schwierig, genau festzustellen, wo der Klappstuhl aufhörte und wo John Watson anfing, und man hätte Bedenken gehabt, die Hand auf – sagen wir mal – seinen Unterarm zu legen, aus Angst, das ganze Gestell könnte plötzlich mit einem Klick zusammenklappen und einem den Daumen abquetschen.
…
Er blickte ebenfalls auf den Pazifik hinaus. Dort rannten kleine Strandvögel an der Ufergrenze entlang, die offenbar das Problem hatten, daß sie sich ihr Futter im Sand suchen mußten, den eben eine Welle überspült hatte, aber es nicht ertrugen, nasse Füße zu kriegen. Um mit diesem Problem fertigzuwerden, liefen sie mit so sonderbaren Bewegungen herum, als hätte sie jemand sehr Gewitztes in der Schweiz konstruiert.
(Douglas Adams – Macht’s gut, und danke für den Fisch)


